Tansania: Palanagavanu

Kupanda tumaini pamoja – Miteinander Hoffnung pflanzen
Hoffnung pflanzen - das üben wir immer wieder, vor allem durch praktische Hilfe. Mit unserer Partnergemeinde Palangavanu in Tansania sind wir sehr eng verbunden, auch weil sich Gemeindevertreter gegenseitig besuchen. Unsere Tansania-Beauftragte Christa Müller und Walter Peschke kennen sich am besten aus. Was uns verbindet, drückt das Logo aus: "Miteinander Hoffnung pflanzen."
Im Partnerschaftslied ist unser Motto so beschrieben: “Der eine gibt, der andre nimmt, der eine schenkt, der andre dankt und beide haben mehr. Wir werden reich, wir werden froh, denn Christus macht es ebenso, er schenkt sich selber her.“ Das Lied wurde von Pfarrer Friedrich Eras gedichtet , der die Partnerschaft mitbegründete, sie wesentlich förderte und auch noch im Ruhestand für sie aktiv ist.
Wo liegt Palangavanu?
Unsere Partnergemeinde liegt ganz im Süden Tansanias, zwischen Mbeya und Makambako. Vom Flughafen in Dar-es-Salaam muss noch eine lange Wegstrecke mit Bahn, Bus oder Auto überbrückt werden, um im abgelegenen Hochland Ostafrikas in den Dörfern anzukommen, die mit uns geschwisterlich verbunden sind.
Wie groß ist unsere Partnergemeinde?
Zur evangelischen Gemeinde gehören 4700 Mitglieder, gut die Hälfte sind Kinder. Es gibt neun Kirchen, fünf staatliche Grundschulen, zehn Kindergärten, eine Gesundheitsstation und in Ilembula ein Krankenhaus.
Wie ist die Beziehung zu Palangavanu entstanden?
Global denken – lokal handeln. Diese Parole ging um, als im Jahr 1982 eine tansanische Gemeinde eine Partnerin zu suchen begann. Spontan beschloss Kirchenvorsteher Hans-Jürgen Hache, sich persönlich in Afrika umzusehen.
Hache kam zurück und berichtete von der überwältigenden Gastfreundschaft der Tansanier, von ihrem Eifer (sie hatten sich soeben eine neue große Kirche gebaut mit Glockenturm, aber ohne Glocke), ihrem Talent sich zu freuen und ihren hohen Erwartungen. Bereits an Weihnachten 1983 konnte der damalige Palangavanu-Pfarrer Nathanael Mnyalape zu einem Gegenbesuch nach Poing und Markt Schwaben kommen. Und schon im Sommer 1984 wurde offiziell eine „verbindliche Partnerschaft“ vereinbart: Wir wollen künftig für einander beten, voneinander lernen, miteinander teilen.
Wie pflegen wir unsere Partnerschaft mit Palangavanu?
Füreinander beten.
In Afrika wechselten oft die Pfarrer: Mnyalape folgten Mlunja, Figawo, Mwakawogo, Mhoha, Mpolo. Aber sie alle versprachen: „Wir beten für euch.“ Und einmal im Jahr, am Partnerschaftssonntag am 1. Julisonntag, geschieht es stets zur gleichen Zeit und mit den gleichen Worten hier und dort. Tansania-Sonntag 2009 in Markt Schwaben ...
Voneinander lernen.
Die Afrikaner wollten nicht nur Almosenempfänger sein. Partnerschaft bedeutet wechselseitiges Geben und Nehmen. So gingen regelmäßig Briefe hin und her.Die Bayern lernten afrikanische Lieder und sangen „Mungu ni pendo“ und „Mwimbieni Bwana“.
Dann kamen Gäste: selbstbewusste Frauen, Jugendliche, Musikanten und Chöre, Pfarrer, Bischöfe.
Miteinander teilen.
Niemanden wird es wundern, dass die Beziehungen zu immer neuen Hilfsprojekten führten. Schließlich leben die Partner als Kleinbauern in einer „Magerregion“, in einem der ärmsten afrikanischen Entwicklungsländer. Eine Maismühle,
Fahrräder für Gemeindemitarbeiter, ein Motorrad für den Pfarrer,
Nähmaschinen für die rührigen Frauengruppen,

Material für die dörfliche Krankenstation, Schulbücher und Fußbälle, Solarlampen und Glocken für die fünf Kirchen und vieles andere mehr wurden und werden nach Afrika geschickt.
Für die Schlosserwerkstatt in Illembula sammeln wir ständig gute, gebrauchte Werkzeuge. In dieser Werkstatt werden auch Lehrlinge unserer Partnergemeinde ausgebildet.
Mit dem Ofenprojekt wollen wir dazu beitragen, dass nicht so viel Holz verbrannt wird, weniger gesundheitliche Schäden durch die enorme Rauchentwicklung in den "Küchen" auftreten und "Feuerkinder" verhindert werden.
Oft fallen nämlich Kinder in die offenen Feuerstellen und bekommen riesige Verbrennungen.
Bevorzugt werden Zukunftsprogramme: Schulgeldbeihilfen, Ausbildungsförderung für Krankenschwestern, Religionslehrer, Pfarrer, Chorleiter, Verwaltungspersonal und Kindergärtnerinnen.
AIDS hat auch unsere Partnergemeinde erreicht. 117 Waisenkinder gab es im Herbst 2007. Auch in der Kirche wird aufgeklärt, wie das Foto zeigt.
Die Schülerinnen und Schüler unterstützen wir nicht nur beim Schulgeld, sondern auch mit Kleidern, Schuhen und Schulmaterial.
Auch ein neuer Kindergarten mit zwei Räumen wird mit unserer Unterstützung gebaut. Es ist gut die Kinder altersmäßig zu trennen.
Für das Krankenhaus Ilembula schicken wir viele Säcke mit Bettwäsche und auch Geräte und Gegenstände für das Krankenhaus, zum Beispiel Babybettchen oder Röntgengeräte, die hier in Krankenhäusern nicht mehr gebraucht werden. Außerdem versorgen wir die Ausbildungsstätte Emmaberg mit Kleidung.
Und schließlich sind die Blasinstrumente zu nennen , denen 1997 der ganze Posaunenchor folgte, um einen Lehrgang für Blechbläser zu veranstalten und am Ende miteinander zu konzertieren.
Vieles senden wir nach Afrika. Die wunderschön geflochtenen Körbe aus Palangavanu gehen den anderen Weg. Sie kann man in unseren Welt-Läden kaufen. So unterstützen wir die Frauen.
Containerbeladung – zwei Höhepunkte im Jahr
Zweimal im Jahr wird ein Überseecontainer beladen mit allem, was beschafft werden kann und was gebraucht wird, nicht zuletzt Second-hand-Kleidung. Und ein Videorecorder mit Dieselaggregat, um die Aufklärung über die Aids-Katastrophe zu unterstützen. Da wir auch die kritischen Stimmen zu den Container-Lieferungen kennen, möchten wir betonen: Wir schicken alle Waren nur auf ausdrücklichen Wunsch der Afrikaner.
Argumente für die Containerbeladung finden Sie unter: http://www.mtwango.de/
Weitere Informationen zu unserer Partnerschaft und zu Waren, die wir nach Tansania senden, im Prospekt als pdf-Datei.
Besuche
Mit Besuchen hat alles begonnen. In den letzten Jahren waren folgende Begegnungen:
2004: Aus Anlass des Jubiläums "20 Jahre Partnerschaft" besuchte eine Delegation aus unserer Gemeinde unsere Geschwister in Afrika.
2005: Zum 50.Geburtstag der Philippuskirche durften auch Gäste aus Tansania nicht fehlen. Zwei Pfarrer und zwei Gemeindemitarbeiter- innen besuchten Markt Schwaben und Poing.
2007: Im November lebte unsere Partnerschafts- beauftragte Christa Müller rund 4 Wochen in den Dörfern unserer Partnergemeinde. Der neue Pfarrer Mpolo führte sie mit dem Moped durch die Gemeinde. Von großem Vorteil ist für sie, dass sie Kisuaheli spricht. Sie hat auch einen einheimischen Namen erhalten: "Twilumba".
Mehr Fotos von dieser Reise im Herbst 2007 ...
2008: Im Sommer führte Christa Müller eine Delegation an, die das 50-jährigen Bestehen unserer Partnergemeinde mitfeierte.
Mehr zu dieser Reise im Sommer 2008 ...
Im Sommer 2010 hatten wir wieder Besuch in Markt Schwaben und Poing ...
Und woher kommt das Geld?
Um die verschiedenen Aktivitäten finanzieren zu können, sind wir auf viele Spenden angewiesen. Herzlichen Dank allen.
Bei der Finanzierung hilft uns auch der Adventskalender, den Pfarrer Friedrich Eras seit Jahrzehnten zusammenstellt und in ganz Deutschland verschickt. Der Kalender ist ab Oktober im Pfarramt in Markt Schwaben erhältlich. Bisherige Besteller/innen erhalten automatisch Informationen mit Bestellmöglichkeit.
Kooperation mit Evangelischer Kirchengemeinde Poing
Seit 1.4.2009 ist in Poing eine selbständige evangelische Kirchengemeinde. In der Partnerschaft, die 1983 von Markt Schwaben und Poing aus begann, arbeiten wir weiter zusammen und freuen uns an den Kontakten nach Tansania.
27.6.10 Fuchs

