Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde
Markt Schwaben
Header - Glaskreuz, Markt Schwaben / Glasfenster, Poing

Informationen zum Kirchgeld

In Bayern gibt es neben der allgemeinen Kirchensteuer zwei Formen des Kirchgeldes.

Das allgemeine Kirchgeld, das es seit über 70 Jahren gibt, geht an die eigene Gemeinde und wird mit einem Kirchgeldbrief von uns erbeten.

Das besondere Kirchgeld, das 2004 eingeführt wurde, wird vom zuständigen Kirchensteueramt erhoben. Das Geld geht an unsere Landeskirche und in den Kirchensteuertopf, aus dem wir unsere jährlichen Zuweisungen erhalten.

Das allgemeine Kirchgeld

Das allgemeine Kirchgeld ist ein "Bayerisches Extra".

Wenn Sie neu in Bayern sind, haben Sie sich vielleicht gewundert, dass Sie hier etwas weniger Kirchensteuer zahlen müssen  als in anderen Bundesländern (8 % statt 9 % der Lohn- bzw. Einkommenssteuer).

Es ist eine bayrische Besonderheit, dass das „fehlende“ eine Prozent der Kirchensteuer als sogenanntes Kirchgeld der jeweiligen Ortsgemeinde direkt zugute kommen soll.

Deshalb werden Sie einmal im Jahr im sogenannten Kirchgeldbrief gebeten, mit dieser direkten Kirchensteuer Ihre Ortskirchengemeinde Markt Schwaben / Poing zu unterstützen. Dieser Brief wird im Mai oder Juni verschickt.

Wir danken Ihnen sehr für Kirchensteuer und Kirchgeld, ohne die wir unser vielfältiges Angebot nicht aufrecht erhalten könnten.

Wie hoch ist das allgemeine Kirchgeld im Jahr?

Nach der Vorlage der Landessynode, des Parlaments unserer Evang.- Luth. Kirche in Bayern, hat der Kirchenvorstand unserer Gemeinde folgende Staffelung  beschlossen, nach der Sie sich einstufen können:

Stufe

Jährliches, zu versteuerndes Einkommen

Jährliches  Kirchgeld

0

Grundfreibetrag bis € 7664

0          

1

€ 7665 bis  € 9.999

€ 5     

2

€ 10.000 bis € 24.999

€ 15    

3

€ 25.000 bis € 39.999

€ 35

4

€ 40.000 bis € 54.999

€ 55

5

€ 55.000 bis € 69.999

€ 85

6

€ 70.000 und mehr

€ 110

Wenn Sie von sich aus mehr bezahlen wollen, sind wir Ihnen umso dankbarer.

Kirchgeld ist steuerlich absetzbar. Selbstverständlich wird Ihr Kirchgeld (wie gemeinnützige Spenden) vom Finanzamt als steuerlich absetzbar anerkannt. Als Quittung genügt (bis Euro 100) Ihr Einzahlungsbeleg oder der Kontoauszug. Selbstverständlich stellen wir bei höheren Beiträgen gerne eine Zuwendungsbescheinigung aus. Wir danken Ihnen im voraus sehr für Ihre Hilfe.

Das besondere Kirchgeld

Neben dem allgemeinen Kirchgeld, das es in Bayern seit über 70 Jahren gibt, wurde in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern am 1. Januar 2004 das ,besondere Kirchgeld’ eingeführt.

Das besondere Kirchgeld wird von evangelischen Mitgliedern der Landeskirche erhoben, die in einer glaubensverschiedenen Ehe leben, also in einer Ehe, bei der nur ein Ehepartner einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört.

Die Kircheneinkommen- bzw. Kirchenlohnsteuer, die der kirchenangehörige Ehepartner zu zahlen hat, richtet sich allein nach dessen Einkommensteuer.

Diese Regelung hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass bisweilen der Allein- bzw. Hauptverdiener aus der Kirche ausgetreten ist. Sein Ehepartner ebenso wie die Kinder sind weiterhin Mitglieder der Kirche geblieben, aber ohne zur Zahlung von Kirchensteuer verpflichtet zu sein. Die Besserstellung des kirchenangehörigen Ehepartners, der im Rahmen der ehelichen Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft am Einkommen des anderen Ehepartners teilhat, widerspricht dem Gedanken der Steuergerechtigkeit.

Das besondere Kirchgeld wird auf der Grundlage des gemeinsam zu versteuernden Einkommens erhoben. Da das besondere Kirchgeld an den Lebensführungsaufwand des kirchenangehörigen Ehepartners anknüpft, wird nur dieser, nicht aber der andere Ehepartner belastet. Das Bundesverfassungsgericht und der Bundesfinanzhof haben die Verfassungsmäßigkeit des besonderen Kirchgeldes bestätigt.

Beispiele für das besondere Kirchgeld

Beispiel 1: In einer glaubensverschiedenen Ehe beträgt das gemeinsam zu versteuernde Einkommen beispielsweise 60.000 Euro. Der konfessionslose Ehegatte ist dabei Alleinverdiener, während die Ehefrau der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern angehört und keine Einkünfte bezieht. Sie hat gemäß der Tabelle 276 Euro an besonderem Kirchgeld zu zahlen.

Beispiel 2: In einem anderen Fall liegt das Haupteinkommen bei der Ehefrau, die nicht Kirchenmitglied ist, jedoch der örtlichen Baptistengemeinde angehört. Der evangelisch-lutherische Ehemann dagegen hat nur geringe Einkünfte unterhalb des Existenzminimums. Das gemeinsam zu versteuernde Einkommen liegt bei 90.000 Euro. Laut obiger Tabelle müsste der kirchensteuerpflichtige Ehemann besonderes Kirchgeld in Höhe von 696 Euro zahlen. Da die Ehefrau allerdings an die Baptistengemeinde im Steuerjahr einen Mitgliedsbeitrag von 1.500 Euro entrichtet hat, ist kein besonderes Kirchgeld zu zahlen. Der Mitgliedsbeitrag an die Baptistengemeinde wird auf die Kirchgeldpflicht des Ehemanns angerechnet. Der Anrechnungsbetrag ist innerhalb eines Jahres vom Ehemann nachzuweisen.

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Service


Kirchgeld

Kirchgeldbrief 2008

Kirchgeldbrief 2009

 


Unser Kirchgeld-Konto für das allgemeinde Kirchgeld

Kirchgeldkonto
Markt Schwaben
:
Kontonummer: 740 322
Münchner Bank,
BLZ 701 900 00

Bitte schreiben Sie auf den Überweisungsträger Name und Adresse (wenn möglich)

Wenn Sie keine Zuwendungs-Bescheinigung erhalten, kann es daran liegen, dass die Adressenangabe auf dem Kontoauszug zu ungenau ist. Dann können Sie gerne bei uns nachfragen, damit wir Ihnen Ihre Bescheinigung ausstellen. Danke.


Mehr zu Kirche und Geld

www.kircheundgeld.de/.


Gerne können Sie nachfragen:

Pfarramt Markt Schwaben
Martin-Luther-Straße 22
85570 Markt Schwaben
Telefon: 0 81 21 - 4 00 40
Fax:       0 81 21 - 4 69 45

Mail ans Pfarramt